Opel Grandland 1.2 Hybrid im Test
Die Fahrt macht Spaß. Man gleitet sehr leise und entspannt dahin. Das Fahrpedal lässt sich feinfühlig dosieren. Vom 231 PS starken Elektroantrieb ist beim Fahren nichts zu hören. Bei Wechselstrom an der AC-Säule lässt sich die Batterie mit maximal 11 kW befüllen. Von leer auf voll vergehen dann zehn Stunden.
Das Mildhybrid-System wirkt träge und angestrengt, wenn man dem Fahrzeug Leistung abverlangt. Auf dem Papier geben die Fahrleistungen keinen Grund zur Beanstandung. Auch in der Praxis ist man bei Bedarf zügig unterwegs. Allerdings vermittelt die Charakteristik des Antriebs wenig Dynamik. Im Vergleich zum reinen Elektriker deutlich betulichere 10,2 Sekunden gibt der Hersteller für den Standardsprint von 0 auf 100 km/h an. Bei Tempo 202 km/h endet der Vortrieb.
Wer noch nicht bereit ist für einen Elektroantrieb, hat mit dem 1.2 DI Turbo Hybrid eine gute Alternative. Der Plug-in-Hybrid leistet 225 PS und soll eine elektrische Reichweite von bis zu 82 Kilometern ermöglichen. Das Modell ist länger, breiter und höher als der 2017 eingeführte Vorgänger. Es wirkt dabei aber nicht klobig. Als Plug-in-Hybrid soll es bis zu 85 Kilometer rein elektrisch fahren können (WLTP).
Neuer Opel Grandland 17 cm länger als der Vorgänger
Vorn lässt die Sitzverstellung zu, dass selbst Zwei-Meter-Riesen gut unterkommen. In der Länge ist das SUV im Vergleich zur ersten Generation um 17,5 Zentimeter auf 4,65 Meter gewachsen. In der Breite um 6,4 Zentimeter auf 1,90 Meter. Am Heck strahlen zudem nicht nur die Leuchten rot. Sondern auch der Markenschriftzug in der Mitte der Heckklappe.
Vorn mit typischem Design in Schwarz. In der Mitte das leuchtende Markenlogo. Von hinten wirkt es modern und elegant. Betrachtet man das neue SUV von der Seite, wirkt es irgendwie wie ein höhergelegter Kombi. Nur deutlich wuchtiger.
ADAC Messwerte
Gemessen haben die ADAC-Ingenieure beim DC-Laden eine durchschnittliche Ladeleistung von 112 kW. Die maximale Leistung liegt bei 159,3 kW. Damit lädt das Fahrzeug wie im Prospekt versprochen. Serienmäßig lässt es sich mit bis zu 160 kW per Gleichstrom (DC) an einer geeigneten Schnellladesäule laden.
| Messparameter | Wert | Bewertung 2026 |
|---|---|---|
| DC-Ladung (ø) | 112 kW | Schnell |
| DC-Ladung (Max.) | 159,3 kW | Hoch |
| AC-Ladung | 11 kW | Durchschnittlich |
| Praktische Reichweite | ca. 500 km | Sehr ordentlich |
| Kofferraumvolumen | 550 Liter | Guter Wert |
ADAC Reichweitenrechner
Wie weit man damit fahren kann und wie viel Strom das Fahrzeug verbraucht, hat der ADAC getestet. Opel spricht von bis zu 700 Kilometern Reichweite. Für ein Elektroauto ist das eine Ansage. Darüber können Fahrer des reinen E-Modells nur müde lächeln. Denn mit dem großen Akku soll es mit einer Ladung bis zu 700 Kilometer weit kommen.
In der Praxis rechnet der Rechner anders. Das bedeutet bei fast 73 kWh nutzbarem Energieinhalt der Akkus, dass das Fahrzeug in der Realität fast 500 Kilometer weit käme. Das ist sehr ordentlich. Dabei fällt uns auf, dass sich das fast 2,1 Tonnen schwere E-Fahrzeug auch sparsam bewegen lässt. Denn es wirkt kräftig genug. Es hält den Verbrauch in Grenzen.
ADAC Testergebnis
Im realitätsnahen ADAC-Ökotest waren zumindest 550 Kilometer bei gemischter Fahrweise ohne Ladestopp möglich. Wie so oft ist der Prospektwert auch bei diesem E-Auto eher theoretischer Natur. Der Plug-in-Hybrid soll eine elektrische Reichweite von bis zu 85 Kilometern ermöglichen.
Die maximalen 150 kW Ladeleistung an Schnellladesäulen sowie 11 kW bei AC sortieren wir allenfalls als durchschnittlich ein. Dennoch überzeugt die Gesamtbilanz. Das immerhin fast zwei Tonnen schwere SUV lässt sich zielgenau dirigieren. Es fühlt sich dabei satt und sauber mit der Straße verbunden an. Die Fahrleistungen fallen ordentlich aus. Was für den Sprint von 0 auf 100 km/h in 8,8 Sekunden gilt. Und Zwischenspurts beim Überholen gleichermaßen.
Drei Antriebskonzepte fürs SUV
Das elektrische Modell mit 213 PS Spitzenleistung fährt ähnlich verbindlich wie der Bruder mit Benzinmotor. Bis 202 km/h soll der Hybrid schnell werden. Im Schnitt 5,5 Liter Super verbrauchen. Auf bis zu 900 Kilometer Gesamtreichweite raufen sich der 1.6er und Elektromotor zusammen. Im Ergebnis läuft das Modell dann angenehm kräftig. In 7,8 Sekunden spurtet es auf Tempo 100. Es hängt aktiv am Gas und schafft 220 km/h Spitze.
Die beiden schicken ihre 350 Newtonmeter Systemdrehmoment dann über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder. Ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit Turboaufladung und 150 PS lässt sich dabei von einer 125 PS starken E-Maschine helfen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 182 km/h. Was für die meisten Alltagssituationen vollkommen ausreichen dürfte.
- Mildhybrid: Effizient im Stadtverkehr. Sauberer Betrieb mit weniger Schwung.
- Plug-in-Hybrid: Flexible Reichweite. Ideal für Pendler mit Lademöglichkeit.
- Vollelektrisch: Leiser Komfort. Lange Strecken dank hoher Ladeleistung.
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Akustisch bleibt das große Fahrzeug angenehm leise. Auch bei Autobahntempo. Gemütlich und unangestrengt lautet der Leitsatz der Version mit Allradantrieb. Den der Wagen bereits beim ersten Anfahren beherzigt. Angesichts 17 Zentimetern mehr Außenlänge hätten wir zwar noch mehr erwartet. Doch 550 Liter sind ein guter Wert.
Opel Grandland: Mehr Platz im Innenraum
Das Platzangebot ist sowohl vorne als auch hinten sehr gut. Die Beinfreiheit im Fond soll um rund zwei Zentimeter erhöht worden sein. Trotz Vorserienstatus unseres Fotofahrzeugs ist eine deutliche Aufwertung in der Materialauswahl zu spüren. Stattdessen kommt ein gelungener Materialmix aus PVC, Alcantara und Carbonoptik-Zierelementen zum Einsatz.
Dies verleiht dem Innenraum eine wertige und zugleich gemütliche Anmutung. Wer nicht das komplette Fahrzeug über Displays bedienen will, wird sich über die physischen Tasten freuen. Mit ihnen lässt sich zum Beispiel die Klimatisierung regeln. Das Cockpit wirkt bereits auf den ersten Blick aufgeräumt.
Bis 87 Kilometer weit soll der PHEV ohne Verbrenner kommen. Bis 140 km/h kann die E-Maschine allein für Vortrieb sorgen. Das wirkt sich positiv auf die Platzverhältnisse aus, wie die ADAC Messwerte beweisen. Eine kleinere Version, analog zum Peugeot 3008, mit weniger Leistung und rund 525 Kilometern Reichweite ist sehr wahrscheinlich.
Opel gibt eine Reichweite von bis zu 502 Kilometern nach WLTP an. Diese Angaben dienen als erste Orientierung. Unsere eigenen Messungen und die Praxiserfahrungen zeigen jedoch, dass die reale Tauglichkeit im Straßenverkehr noch etwas besser ist. Dies bestätigt unsere Erfahrung aus über einem Jahrzehnt im Bereich mobiler Anwendungen und digitaler Dienste.