Der Markt für kompakte SUVs ändert sich schnell. Viele Kunden suchen heute nach Fahrzeugen, die modern aussehen, viel Platz bieten und gleichzeitig energieeffizient sind. Genau hier setzt der neue Opel Grandland an. Die zweite Generation ist deutlich gewachsen und bietet mehrere Antriebsarten. In diesem Testbericht aus dem Jahr 2026 prüfen wir alle wichtigen Daten. Wir erklären einfach und klar, welche Version zu Ihnen passt.
Die äußerlichen Maße haben sich deutlich verändert. Der neue Grandland ist um 17,5 Zentimeter auf insgesamt 4,65 Meter gewachsen. Auch die Breite hat um 6,4 Zentimeter auf 1,90 Meter zugenommen. Von der Seite wirkt das Fahrzeug wie ein höher gelegter Astra Sports Tourer. Der Auftritt ist dabei wuchtiger und selbstbewusster. Das Design wirkt nicht klobig, sondern modern und elegant.
Die Front präsentiert sich mit dem typischen Opel Vizor in Schwarz. Das leuchtende Logo in der Mitte sorgt für eine klare Optik. Auch am Heck gibt es Details zu entdecken. Die Rückleuchten strahlen rot und der Markenschriftzug auf der Heckklappe leuchtet ebenfalls. Diese Merkmale machen das Fahrzeug auf der Straße sofort wiedererkennbar.
Gewachsene Außenmaße bedeuten meist mehr Raum im Inneren. Der Kofferraum fasst nun 550 Liter Gepäck. Das ist ein sehr guter Wert für diese Fahrzeugklasse. Die Sitze lassen sich so einstellen, dass auch Personen über zwei Meter Größe vorn bequem Platz finden.
Auch in der Rücksitzreihe hat sich viel getan. Die Beinfreiheit wurde um etwa zwei Zentimeter vergrößert. Die Rückenlehnen bieten gute Stütze. Bei Wechselstrom an einer normalen Wallbox dauert das Laden der Batterie maximal zehn Stunden bei 11 Kilowatt Leistung.
Für Fahrer, die noch nicht vollständig auf Strom setzen möchten, bietet Opel eine zuverlässige Alternative. Der 1.2 DI Turbo Hybrid kombiniert einen kleinen Benzinmotor mit einem Hilfsakku. Dieser Mildhybrid-Antrieb arbeitet besonders harmonisch. Er unterstützt den Motor bei Beschleunigungen und hilft beim Bremsen, Energie zurückzugewinnen.
In der Praxis gleitet man sehr leise und entspannt voran. Das Gaspedal lässt sich fein dosieren. Auf dem Papier liefert das System genügend Kraft für den Alltag. Für den Sprint von null auf 100 Kilometer pro Stunde werden 10,2 Sekunden genannt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 202 Kilometer pro Stunde. Die Charakteristik des Antriebs legt Fokus auf Ruhe und Effizienz statt auf sportliche Dynamik.
Opel setzt auf eine klare Strategie: drei verschiedene Antriebskonzepte für jeden Bedarf. Sie können zwischen einem reinen Elektroantrieb, einem Plug-in-Hybrid und dem erwähnten Mildhybrid wählen. Jeder Typ hat seine eigenen Stärken. Die Wahl hängt vor allem davon ab, wie Sie Ihr Fahrzeug nutzen und wo Sie regelmäßig laden können.
| Modellvariante | Leistung Gesamt | Reichweite (elektrisch) | 0 auf 100 km/h | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|---|---|---|
| Mildhybrid 1.2 DI Turbo | Kombiniert ca. 130 PS | Nur mit Verbrenner | 10,2 Sekunden | 202 km/h |
| Plug-in-Hybrid (PHEV) | 225 PS | Bis zu 85 km (WLTP) | 8,8 Sekunden | 202–220 km/h |
| Grandland Electric | 213 PS | Bis zu 700 km (WLTP) | Siehe Tabelle Messwerte | 182 km/h |
Der Elektromotor im Grandland Electric liefert 213 PS Spitzenleistung. Er fährt verbindlich und kontrolliert. Mit dem großen Akku von 98 Kilowattstunden soll das Fahrzeug bis zu 700 Kilometer weit kommen. Das ist eine klare Ansage für diese Fahrzeugklasse. Wer oft lange Strecken zurücklegt, profitiert von dieser großen Reichweite.
Der Plug-in-Hybrid arbeitet anders. Hier unterstützen sich ein 1,6-Liter-Benziner mit Turbolader (150 PS) und eine starke E-Maschine (125 PS). Zusammen schaffen sie 350 Newtonmeter Drehmoment. Die Kraft wird über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder geleitet. So entsteht eine Gesamtreichweite von bis zu 900 Kilometern. Der Hybrid läuft angenehm kräftig und reagiert direkt auf Gasgaben.
Echte Verbrauchsdaten sind oft wichtiger als Herstellerangaben. Die Ingenieure des ADAC haben den Grandland unter realistischen Bedingungen geprüft. Beim schnellen Laden per Gleichstrom (DC) messen sie durchschnittlich 112 Kilowatt. Der Spitzenwert liegt bei 159,3 Kilowatt. Damit lädt das Fahrzeug genau so schnell, wie in der Werbung versprochen.
Im praktischen Straßenbetrieb verbraucht das fast 2,1 Tonnen schwere Fahrzeug überraschend wenig Strom. Es bewegt sich sparsam und hält die Werte im Rahmen. Die maximalen 150 Kilowatt an Schnellladesäulen und 11 Kilowatt bei Wechselstrom bewerten wir als durchaus üblich. Bei einem nutzbaren Akkuinhalt von 73 Kilowattstunden ergibt das in der Praxis eine Reichweite von knapp 500 Kilometern. Das ist ein solider Wert.
Für die genaue Planung Ihrer Fahrten stellt der ADAC einen passenden Reichweitenrechner zur Verfügung. Sie können dort individuelle Routen eingeben. Faktoren wie Temperaturanpassung, Klimaanlage und Fahrstil fließen in die Berechnung ein. So vermeiden Sie böse Überraschungen. Die Technologie hinter den Rechenmodellen berücksichtigt neueste Batteriewerte aus dem Jahr 2026.
Im strengen ADAC Ecotest zeigt das Fahrzeug sein wahres Potential. Bei gemischter Fahrweise ohne Ladestopp erreichen wir mindestens 550 Kilometer. Das belegt: Die angegebene Reichweite ist nicht nur Werbetext. Prospektwerte sind im Autoalltag selten 1 zu 1 erreichbar. Dennoch schneidet der Grandland in unserer Prüfung gut ab.
Zusammengefasst überzeugt das Fahrzeug durch Ruhe, Sicherheit und eine moderne Ausstattung. Die Fahrwerksabstimmung dämpft Stöße gut. Der Wagen bleibt auch bei höheren Geschwindigkeiten stabil an der Straße liegen. Die Lenkung arbeitet präzise und leichtgängig.
Noch einmal zum Thema Komfort: Der Innenraum fühlt sich wertig an. Trotz früherer Vorserienstatus unseres Testfahrzeugs merkt man eine deutliche Qualitätssteigerung. Es kommt ein durchdachter Mix aus robustem PVC, weicher Alcantara und dezenten Carbon-Optikelementen zum Einsatz. Das wirkt teuer und gemütlich zugleich.
Nicht jeder mag reine Touchscreens. Der Grandland bringt deshalb physische Tasten mit. Damit stellen Sie die Klimaheizung oder Lüftung schnell ein. Das Cockpit bleibt aufgeräumt und lenkt weniger ab. Selbst Zwei-Meter-Fahrer finden oben und hinten ausreichend Kopf- und Beinfreiheit.
Wir empfehlen, regelmäßig aktualisierte Prüfberichte einzusehen. Der ADAC veröffentlicht alle Ergebnisse ohne Zahlung. So behalten Sie den Durchblick bei ständig neuen Software-Updates und Batterieverbesserungen. Nutzen Sie die öffentlichen Datenbanken, um Ihre Kaufentscheidung fundiert zu treffen. Der direkte Vergleich aller drei Varianten zeigt: Der neue Opel Grandland hat sich ernsthaft weiterentwickelt und kann im Jahr 2026 locker mithalten.