historisches Archiv, in dem fast
vergessene regionale Gerichte –
ländliche, traditionelle Küche,
die man in den wenigsten Re-
staurants findet – erfasst, erhal-
ten und geschätzt werden. Rund
1.000 dieser Gerichte wechseln
sich auf der Karte des Çiya regel-
mäßig ab. Darunter fantastische
Salate und Eintöpfe aus den Re-
gionen Antep, Siirt, Karadeniz
und Bitlis. Für ein derart be-
rühmtes Restaurant fiel die
Rechnung am Ende übrigens
überraschend günstig aus.
Ich habe mehrere neue tür-
kische Gerichte kennengelernt,
aber trotzdem beschäftigte mich
etwas. Überall sah ich Türken,
die sich in Schlangen einreihten
um einen – Sie haben es erraten
– Döner zu bestellen. Trotz mei-
ner Vorurteile beschloss ich also,
nun doch einen Döner zu probie-
ren. Megan hatte mir Bereket
Döner empfohlen, ein kleiner, in
Familienhand befindlicher Dö-
nerstand in Sultanahmet. Hier
wird der Fleischspieß jedenMor-
gen per Hand mit Lamm oder
Huhn und frischen Tomaten,
Zwiebeln
und
Chilischoten
frisch geschichtet. Das Fleisch
wird vom Drehspieß herunter-
geschnitten und in frischem
Weißbrot serviert. Es ist knusp-
rig, wo es knusprig sein sollte,
saftig wo es saftig sein sollte und
voller Geschmack. Eine Offen-
barung. In seiner kulturellen
Heimat, so scheint es, schmeckt
sogar der Döner besser.
GERMANWINGS FL I EGT VON
Barcelona, Berlin, Bremen,
Brüssel, Dortmund, Dresden, Faro,
Friedrichshafen, Hannover, Köln/
Bonn, Leipzig, Lissabon, London-
Heathrow, London-Stansted, Mai-
land, Manchester, München, Nizza,
Rostock, Stuttgart, Venedig, Wien,
Zürich nach
Istanbul
I S T A N B U L
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—GW