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O L Y M P I C S
sind. „Es geht darum Olympia-Stimmung zu
schaffen“, sagt Christian Klaue, Leiter der
Abteilung Medien des Olympischen Komi-
tees. „Wer ins Deutsche Haus kommt, kann
sich von der Sportbegeisterung der Deut-
schen überzeugen, denn der Treffpunkt für
rund 1.000 Sportler und Gäste steht auch der
Öffentlichkeit zur Verfügung.“
Die Organisatoren des DeutschenHauses
haben lange nach dem richtigen Standort ge-
sucht und mit dem Museum of London
Docklands die perfekte Lösung gefunden.
Für die wenigen Glückspilze, die Karten be-
kommen konnten, liegen die Austragungs-
orte der Sommerspiele in einem Radius von
zehn Kilometern rund um das Museumsge-
bäude. Tower Bridge im Herzen Londons
liegt nur 20 Fahrminuten mit dem Thames
Clipper Wasserbus entfernt und West India
Quay sowie der U-Bahnhof Canary Wharf
sind fußläufig zu erreichen. „Außerdem ist
die Lage besonders gut geeignet, weil die MS
Deutschland ganz in der Nähe anlegen
kann“, fügt Klaue hinzu.
Doch ist dieNutzung desMuseumof Lon-
don Docklands für das Olympische Komitee
mehr als nur praktisch. Denn zwischen
Deutschland und demStadtteil gibt es starke
historische Verbindungen. „Die deutsche
Gemeinde war eine der ersten und sehr wich-
tigen Gemeinden in den Docklands“, erklärt
Antony Robbins, Sprecher des Museums.
„Im späten 18. und im 19. Jahrhundert siedel-
ten sich viele Deutsche inOstlondoner Stadt-
teilen wie Poplar, Limehouse und Wapping
an, weil hier das Zentrum des Zuckerbäcker-
handwerks lag – denn das Herstellen von Sü-
ßigkeiten war weit verbreitetes deutsches
Handwerk. Es ist ein Stück Stadtgeschichte,
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—GW