Bedingungen einen fruchtbaren Boden für Flora
und Fauna: Ein Drittel aller in Österreich hei-
mischen Pflanzenarten wachsen hier, sowie etwa
10.000 Tierarten finden hier ihren Lebensraum.
Im Nationalpark-Wildlifetreck kann man sich
unter der Führung eines Wildhüters auf die Suche
nachdeneindrucksvollstenTierartenderAlpenma-
chen – also Gämsen, Steinböcken, Bartgeiern, Mur-
meltieren und Rotwild. Die Vertreter dieser Gat-
tungen, die hier zu finden sind, sind von stattlicher
Natur. Das hat Vorteile: Alle kann man bereits aus
der Ferne deutlich erkennen.
Zwei Meter hoch und beeindruckende sechsMe-
ter weit können sie springen: Die Gämsen sind die
Klettermeister der Alpen. Mit akrobatischer Leich-
tigkeit wandern sie über fast vertikale Abhänge und
überleben einen Ganzjahreswinter, der nur vom
kurzen Sommer unterbrochenwird.
Besonders imposant sind die Alpensteinböcke.
Sie tragen nach hinten gebogene Hörner, die einen
Meter lang sein können. Dank ihrer tief gespaltenen
Hufe und gummiartigen Ballen sind sie ebenfalls
exzellente Kletterer, die sich im Fels zu Hause füh-
len. Aber: Der „Alpenkönig“ Steinbockwar in seiner
Heimat ausgerottet. Sämtliche Steinböcke, die heu-
te in den Alpen leben, stammen von 100 Tieren ab,
die im italienischen Gran Paradiso im Jahr 1820 un-
ter Schutz gestellt worden sind.
Mit einem Blick nach oben kann man Bartgeier
beobachten, amHimmel kreisend: sie sind ebenfalls
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