Hinter dem Erfolg von Germanwings in
Stuttgart stecken einige Jahre, in denen
der Standort auf- und ausgebaut wurde.
Gregor Schlüter, 44 Jahre alt, verant-
wortet als Senior Vice President neben
dem Vertrieb und der Unternehmensent-
wicklung auch das Regionalmanage-
ment. Manja Rogler, 36 Jahre alt, ist als
Director Regional Management Süddeut-
schland tätig. Gemeinsam stellen sie die
erfolgreiche Umsetzung des deutlichen
Wachstums der Germanwings in Stutt-
gart sicher.
Germanwings feiert dieses Jahr ihren
zehnten Geburtstag. Von Stuttgart aus
startete die Kölner Günstig-Airline ein
Jahr nach der Geburtsstunde. Mit ge-
rade mal einer Hand voll De-
stinationen. Das klingt überschaubar.
Schlüter: Ja, das war es auch. Am 15.
September 2003 starteten wir mit zwei
stationierten Flugzeugen und acht
Flugzielen ab Stuttgart. Heute fliegen wir
zu 48 europäischen Destinationen, haben
zehn Flieger hier stationiert, befördern
mehr als zwei Millionen Passagiere von
und nach Stuttgart und haben 310 Ar-
beitsplätze in Stuttgart geschaffen.
Hätten Sie damals geglaubt, dass Ger-
manwings eines Tages Marktführer in
Stuttgart würde?
Rogler: Es war von Anfang an klar, dass
wir Stuttgart zu einem für uns wichtigen
Standort ausbauen werden. Schauen Sie
sich nur das Einzugsgebiet an. Acht Mil-
lionen Menschen leben im Umkreis des
Flughafens, die wirtschaftlichen Indika-
toren sind extrem stark: Baden-Württem-
berg hat mit 40 Prozent die höchste Ex-
portquote in Deutschland. Firmen wie
Daimler, Porsche, Bosch, Würth, Boss,
Stihl, um nur einige große Bekannte zu
G E R M A N W I N G S
P E R S Ö N L I C H K E I T E N
DIENUMMER EINS IN
STUTTGART
Vor neun Jahren begann die Geschichte vom kleinen Standort Stuttgart.
Inzwischen hat sich Germanwings zur größten Fluggesellschaft in der
schwäbischen Landeshauptstadt entwickelt. 2012 wird jeder vierte
Passagier am Flughafen Stuttgart ein Germanwings-Gast sein
Partner des Flughafens und des Landes
geworden. Wir haben Germanwings fest
in der Region verankert und uns ein
Netzwerk mit Kooperationspartnern im
Firmen-, Marketing-, Media- und Touris-
musbereich aufgebaut. Aber auch im
kulturellen Leben und in den ethnischen
Gemeinschaften sind wir präsent und ak-
tiv. Für uns ist es wichtig, in Stuttgart die
Fluggesellschaft für die Schwaben zu
sein.
Germanwings hat in diesem Jahr neue
Destinationen ins Angebot für die Ba-
den-Württemberger aufgenommen.
Das sind Strecken, die bisher zumin-
dest teilweise von ihrer Mutterfirma,
der Lufthansa, bedient wurden.
Nimmt die Tochter nun der Mutter die
Arbeit ab?
Schlüter: Ganz so ist es nicht. German-
wings fliegt seit dem Sommer 2012 zwar
alle europäischen Ziele der Lufthansa ab
Stuttgart. Die innerdeutschen Ziele wer-
den jedoch weiterhin von beiden Flug-
linien bedient, allerdings mit einem abge-
stimmten Flugplan.
Mit dieser Neustrukturierung wird
erstmals ein Streckennetz von German-
wings und Lufthansa aus einer Netzpla-
nung heraus optimiert. Stuttgart hat hier,
sozusagen als „Testcase“, eine wichtige
Vorbildfunktion.
nennen, haben hier Ihren Firmensitz. Zu-
dem ist der starke Mittelstand von großer
Bedeutung. Das Pro-Kopf Einkommen ist
eines der höchsten in Deutschland und
die Arbeitslosenquote gering. Stuttgart ist
aber auch das Tor zu wunderschönen
touristischen Regionen.
Stuttgart ist nicht über Nacht zum
zweit wichtigsten Standort für Ger-
manwings geworden. Was genau ist
passiert?
Schlüter: Das ist richtig, ein gesundes
Wachstum braucht Zeit und sollte auf
einem stabilen Fundament stehen. Durch
eine kontinuierliche Streckenentwicklung
ist Germanwings zu einem wichtigen
Gregor Schlüter und Manja
Rogler sorgen für den Ausbau des
Germanwings-Standorts Stuttgart
Gregor Schlüter and Manja Rogler
have lead the growth of Stuttgart as a
Germanwings destination
118
—
GW