L E N A G E R C K E
amerikanischen
Unterwäsche-
marke Victoria Secret, dank der
sie international berühmt wurde.
Das Berufsbild der Supermodels
hat sich seit dem Beginn ihrer
Karriere drastisch geändert. Die
Modelgeneration Klum muss in-
zwischen mehr als schlank sein
und sich gekonnt ablichten lassen.
Es geht darum, sichkomplettmul-
timedial zu vermarkten. Vor lau-
fender Kamera einen guten Ein-
druck zu machen, ist in der heu-
tigen
Zeit
für
den
Model-
erfolg unabdingbar.
Für Gercke kein Problem.
„Klar, habe ich auch das eine oder
andere Mal ein Moderations-
Coaching bekommen. Aber für
mich ist es wichtig, authentisch
vor derKamera zu sein, unddaher
mache ich das meistens einfach
so wie ich denke.” Dazu gehören
aber auch Fleiß und harte Arbeit.
Das Modelleben birgt seine eige-
ne Alltagsroutine. „Das eine ist
eine Fernsehsendung, das andere
das reale Modelleben. Natürlich
versucht man in der Show, so wie
wir bei
Austria’s Next Topmodel
auch, so nah wie möglich an der
Realität zu bleiben. Aber wenn
man nur zeigen würde, wie ein
Model von Casting zu Casting
geht und das bis zu zehn Mal am
Tag, wäre das sicherlich nicht so
interessant für den Zuschauer.“
Lena Gerckes Alltag wird von
effektivem Zeitmanagement be-
herrscht. „Mein Terminkalender
ist in meinem Kopf. Natürlich
habe ich eine Agentur, die dafür
sorgt, dass sich nichts über-
schneidet, aber ich weiß immer
genau, wann ich wo sein muss.“
Aber runterspielen will sie ihr
Jetset-Leben auch nicht. „Ich lebe
meinen Traum, ich habe Spaß bei
der Arbeit, und Modeln ist meine
Leidenschaft.“ Es scheint, dass in
Zeiten der internationalen Fi-
nanzkrise auch sogenannte Gla-
mourjobs auf die klassischen Ar-
beitstugenden zurückfallen. Und
Lena Gercke macht der Bezeich-
nung Topmodel alle Ehre, ob es
fürs Supermodel reicht, wird sich
noch zeigen.
Hair & Make-up: Stefani Schlereth, Styling: Justina Kalkavan
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