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Pristina kannman probelmlos
zu Fuß erkunden. Es gibt auch
ein Busnetzwerk, aber Taxis
sind vergleichsweise preiswert
und bequem. Aber wie (fast)
überall auf der Welt kann Vor-
sicht nicht schaden. Den Preis
sollte der Reisende stets vorher
erfragen. Und wenn zumBei-
spiel die Fahrt vomFlughafen in
die Stadt 25 Euro kosten soll,
machen Sie deutlich, dass 15
Euro eigentlich reichen müßten.
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Der Krieg ist längst Vergangen-
heit. Um die Sicherheit muss
demBesucher also nicht bange
sein. Die Militärpräsenz hält
sich in Grenzen. Kleinkrimina-
lität gibt es auch wenig. Die Ko-
sovaren haben hohen Respekt
vor ihren ausländischen Gästen.
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Wer ein paar Tage Zeit mitge-
bracht hat, sollte sich von Pristi-
na aus einen Abstecher in die
historische Hauptstadt des Ko-
sovo, Prizren, gönnen – entwe-
der mit dem Linienbus oder per
Mietwagen. Die Stadt liegt ma-
lerisch in einem Talkessel an
einem kleinen Fluss. Im Süden
beginnt das bis 2.700Meter
hohe Gebirge Malet e Sharrit,
imWesten liegt das über 2.600
Meter hohe Prokletije-Gebirge.
Faszinierende Ausblicke er-
möglicht ein Aufstieg zur Fe-
stung Kalaya, die auf einem
steilen Hügel liegt. Für alle Ski-
freunde: Nur 20 Kilometer von
Prizren entfernt liegt das Skige-
biet Brezovica.
P R I S T I N A
Wichtige Reiseinfos
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Ein-
reise einen gültigenReisepass, der nochmindestens
dreiMonateGültigkeit hat. Amtssprachen imKoso-
vo sind Albanisch und Serbisch. Währung ist – auch
wenndas Landnicht der EuropäischenWährungsu-
nion angehört – der Euro. Das Klima gilt als gemä-
ßigt kontinental. Im Sommer werden bis 40 Grad
gemessen und auch imHerbst kann es noch überra-
schend warm sein. ImWinter fällt dann die Tempe-
ratur bis unter minus 20 Grad. Mit einer Fläche von
10.877 Quadratkilometern ist das Kosovo knapp
halb so großwieMecklenburg-Vorpommern.
Die Bewohner des Kosovo gelten als gast-
freundlich. Das Auswärtige Amt in Berlin emp-
fiehlt dennoch für einige Teilgebiete – vor allem in
der mehrheitlich von Kosovo-Serben bewohnten
Region nördlich des Flusses Ibar – sich bei Indivi-
dualreisen von Ortskundigen begleiten zu lassen.
Außerdem wird geraten, von nicht notwendigen
Reisen in den Norden Kosovos abzusehen. Hier
war es zuletzt im November 2011 zu gewalttätigen
Auseinandersetzungen zwischen Kosovo-Serben,
die Straßenblockaden errichtet hatten, und Solda-
ten der Schutztruppe KFOR gekommen. Im rest-
lichen Teil Kosovos aber – so berichtet das Auswär-
tige Amt - ist die Lage ruhig.
GERMANWINGS FL I EGT VON
Berlin-Schönefeld, Dortmund, Dresden, Düsseldorf,
Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München,
Stuttgart, Wien nach
Pristina
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