S T A R T Y O U R O W N B U S I N E S S
Frage/Antwort: Tipps
zur Unternehmensgründung
Engagement und der Motivation
seines Partners vor Ort.
WI E F INDET MAN DAS
R I CHT IGE FRANCHI SE-
KONZEPT?
„Der Franchisenehmer muss
sich mit der Marke oder dem
Konzept zu 100 Prozent identifi-
zieren und sollte sich umfassend
informieren. Gespräche mit po-
tenziellen Partnern zeigen, ob
Geschäftsmodell und persön-
liche Faktoren zueinander pas-
sen. Wir geben Interessierten für
solche Gespräche beispielsweise
eine Checkliste mit Fragen an
die Hand.“ (www.franchisever-
band.com)
WI E GESTALTET S I CH DAS
F INANZ I ELLE R I S IKO?
„Gut organisierte Franchise-
Konzepte sind meist am Markt
etabliert und zukunftsfähig, in-
sofern ist das Risiko geringer als
bei einer Gründung im Allein-
gang. Je nach Partnerschaft gibt
es eine Einstiegsgebühr, die zwi-
schen 5.000 und 25.000 Euro
liegt, dazu werden monatliche
Lizenzgebühren fällig. Fran-
chisenehmer müssen darüber
hinaus in Ausstattung, Ware und
Personal investieren. Ein im
Vorfeld erstellter Business-Plan
hilft, die finanzielle Situation zu
überschauen.“
mit amMarkt erprobtenTechno-
logien kann Venture Capital von
institutionellen Investoren - so-
genannten VCs - eine passende
Finanzierungsmöglichkeit sein.“
WI E KOMMT MAN AN GELD
VON INVESTOREN?
„Kontakte im Bekanntenkreis
oder auf Veranstaltungen zum
ThemaGründung zu knüpfen, ist
ein erster wichtiger Schritt. Um
die Finanzierungschancen zu er-
höhen, empfiehlt es sich gerade
im Online-Bereich, einen Proto-
typ zu entwickeln, der zeigt, dass
das Geschäftsmodell funktio-
niert. Anschließend stellen sich
die Gründer potenziellen Inve-
storen vor.“
WELCHE VORTE I LE HAT DI E
F INANZ I ERUNG DURCH PR I -
VATINVESTOREN?
„Gute Business Angels bieten
mehr als nur Geld. Sie helfen
Start-ups auch mit ihrem exzel-
lenten lokalen oder globalen
Netzwerk und ihrem unterneh-
merischen Know-how. Wer Geld
von Privatinvestoren will, muss
sich imKlaren darüber sein, dass
sie meist auch gewisse Rechte
fordern, wie zum Beispiel ein
sauberes Reporting.“
Drei Fragen an Florian Schweitzer,
Mitgründer des Investoren-Netz-
werks b-to-v Partners, das seit über
zehn Jahren junge Unternehmen
finanziert.
WELCHE F INANZ I ERUNGS -
MÖGL I CHKE ITEN GI BT ES
FÜR GRÜNDER?
„Es gibt verschiedene Optionen,
Geld für ein Start-up zu bekom-
men. Die günstigsten sind För-
derpreise, die immer wieder von
verschiedenen Institutionen ver-
geben werden – hier bekommen
Gründer das Geld geschenkt.
Außerdem Gründerfonds oder
Fördergelder auf Landes- oder
Bundesebene. Alternativ kann
man nach Kapital von privaten
Investoren, so genannten Busi-
ness Angels, suchen. Der Vorteil
ist, dass die Gründer keine Zin-
sen zahlen müssen und deshalb
Zeit gewinnen, ihr Unterneh-
men aufzubauen. Für bereits et-
was weiter entwickelte Start-ups
Drei Fragen an Torben Leif Bro-
dersen, Geschäftsführer des Deut-
schen Franchise Verband e.V.
WAS S IND DI E VORTE I LE
E INER FRANCHI SE-
PARTNERSCHAFT?
„Beide Parteien profitieren von-
einander. Der Franchisenehmer
kann unkomplizierter gründen,
da er auf die komplette Infra-
struktur des Franchisegebers
aufbauen kann. Dazu gehört die
Netzwerk-Zugehörigkeit,
die
kontinuierliche Unterstützung
inklusive Erfahrungsaustausch,
das kollektive Know-how sowie
die Tatsache, schneller amMarkt
durchzustarten. Der Franchise-
geber hingegen profitiert vom
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