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H I K I N G
ein Beispiel für eine erfolgreiche Wiederansiedlung,
diederzeit indenHohenTauernerfolgt.DerBartgeier
ist leicht zuerkennen:Mit 2,9MeterFlügelspannweite
gehört er zu den größten flugfähigenVögeln derWelt.
DerBartgeiernistet inFelsnischenundsucht auf einer
Fläche von bis zu 750 Quadratkilometern nach Nah-
rung, die aus Aas besteht. Sein Spitzname „Knochen-
brecher“ stammt daher, dass er sich größtenteils von
Knochen ernährt. Diese nimmt er, um sie zu zerbre-
chen, in die Luftmit und lässt sie dann fallen.
Die Murmeltiere waren bereits im 18. Jahrhun-
dert aus den Hohen Tauern verschwunden. Erst im
20. Jahrhundert sind sie wieder „eingebürgert“ wor-
den. Die Winterschlaf haltenden Almbewohner wa-
ren nämlich ein sehr begehrtes Wild, aus deren Fett
Arzneien gefertigt wurden. Heute zählen sie zu den
beliebtesten Tieren im Nationalpark Hohe Tauern:
vor allem jene Kolonie auf der Franz-Josefs-Höhe,
dort woman an der Großglockner-Hochalpenstraße
den besten Blick auf den höchsten Berg Österreichs
hat. Diese Kolonie hat nahezu jede Scheu vor Besu-
chern verloren. Und das ist wohl der Hauptgrund für
ihren sichtbarenWohlstandsspeck.
Eigentlich nicht ganz freiwillig lebt das Rotwild
indenWäldern. DenndieHirsche bevorzugenoffene
bis halboffene Landschaften als Lebensraum – aber
dort ist jetzt überall der Mensch zu Hause. Der Rot-
hirsch beeindruckt durch sein ausladendes Geweih,
das nur die männlichen Tiere tragen. Im Herbst
macht sich der ansonsten scheue Gesell lautstark be-
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