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Essen
Fallen Sie bloß nicht drauf herein:
Wenn Sie in einem Kölner Restaurant
einen „Halve Hahn“ bestellen, dann
serviert Ihnen der „Köbes“ – so heißen
mundartlich die Kellner – keinesfalls
ein gebratenes Hähnchen. Hinter der
Kölner Spezialität verbirgt sich vielmehr
ein Roggenbrötchen mit holländischem
Käse und Zwiebeln. Es gibt noch mehr
solcher kulinarischen Besonderheiten
in der Domstadt am Rhein. „Kölsche
Kaviar“ zum Beispiel, der absolut nichts
mit Fisch zu tun hat, sondern eine Blut-
wurst mit Roggenbrötchen und Zwiebeln
ist. Kölsche Lebensart lässt sich am
besten in einem der vielen Brauhäuser
kennenlernen.
Dazu gehören die
MALZMÜHLE
►
Heumarkt 6, 50667 Köln, +49 (0)221
210117, www.malzmuehle.de ◄
oder
auch das
PÄFFGEN
► Friesenstras-
se 64-66, 50670 Köln, +49 (0)221
135461, www.paeffgen-koelsch.de
◄.
Die Auswahl an solchen Gaststätten
ist groß, die Speisekarten sind originell
und von teils deftiger Kost geprägt.
Für den großen Hunger ist übrigens
Rheinischer Sauerbraten ein guter Tipp.
Dazu passt am besten Kölsch - ein
helles, obergäriges Bier, unter Kennern
nur aus 0,2-Liter-Gläsern getrunken.
Wer Abwechslung beim Chinesen sucht,
bekommt von Einheimischen gern
GREAT WALL
► Komödienstraße
37, 50667 Köln, +49 (0)221 2774712,
www.greatwallcologne.de ◄
empfoh-
len – mit dem Hinweis auf authentische
Küche und die Versicherung, dass hier
deshalb auch viele Asiaten einkehren.
Die müssen schließlich wissen, wo
chinesische Küche gut ist. Natürlich gibt
es auch Sterneküche – zum Beispiel
das
TAKU
►
im Excelsior Hotel
Ernst, Trankgasse 1-5, 50667 Köln,
+49 (0)221 2701, www.excelsior-
hotelernst.com◄
dem Dom direkt
gegenüber. Auch hier ist asiatisch
angesagt mit Kreationen der japa-
nischen, chinesischen, thailändischen,
vietnamesischen, indonesischen und
malaysischen Küche. Eine Besonderheit
ist die große Auswahl an Sake-Sorten.
Ausgehen
Der
STADTGARTEN
► Venloer
Straße 40, 50672 Köln, +49 (0)221
952994-0, www.stadtgarten.
de ◄
verspricht mit seinen mehr als
400 Veranstaltungen im Jahr eine
umfangreiche kulturelle Bandbreite.
Im Mittelpunkt steht die Musik, hinzu
kommen zeitgenössische Literatur und
Diskussionsrunden. Immer Samstagsa-
bends um 23 Uhr verwandelt sich auch
ein Teil des Restaurant zur Bühne, dann
treten dort Jazz- und Soulbands auf.
Der Stadtgarten ist aber nicht nur ein
Konzerthaus, sondern bietet mit seinem
Café, Biergarten und Gartenrestaurant
Abwechslung mitten in der Stadt.
Schon Kaiser Wilhelm II. mit seiner
Gemahlin Auguste Victoria sollen hier
im Schatten der mächtigen Domtürme
zu Gast gewesen sein, wenn sie einst
die rheinisch-preußische Metropole
besuchten. Heute ist
DER ALTE
WARTESAAL
►
Johannisstras-
se 11, 50668 Köln, +49 (0)221 912
885-0, www.wartesaal.de ◄
mit
Bar, Restaurant und verschiedenen
Events ein beliebtes Ziel. Hier werden
Partys gefeiert und zum Beispiel auch
regelmäßig die WDR-Kabarettsendung
„Mitternachtsspitzen“ aufgezeichnet.
Ein angesagtes Szenelokal ist seit Jah-
ren das
HALLMACKENREUTHER
► Brüsseler Platz 9, 50674 Köln, +49
(0)221 517970 ◄.
In dem Lokal, das
nach Loriots Bettenverkäufer benannt
wurde, trifft sich ein illustres, meist jun-
ges Publikum im Flair der 50er-Jahre.
Oben: asiatische Küche im Taku;
Unten: im Stadtgarten kann man beim
Essen ins Grüne blicken
Above: a selection of pan-Asian
specialities at Taku restaurant.
Left: visitors enjoying an alfresco meal
in the Stadtgarten
Die Kölner verstehen zu leben – nicht
nur beim Karneval. Gute Laune ist
zu jeder Zeit angesagt. Wer seine
Lachmuskeln strapazieren möchte,
kann das am besten im traditions-
reichen
MI LLOWITSCH
THEA-
TER
► Aachener Straße 5, 50674
Köln, +49 (0)221 2727370, www.
millowitsch.de ◄.
Nach dem Tod des le-
gendären Schauspielers Willy Millowitsch
hat sein Sohn Peter, der auch selbst die
Schwänke schreibt, die Leitung des The-
aters übernommen, dessen Geschichte
bis zum Jahr 1846 zurückgeht.
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