N E W S
VIRTUELLE LADENZEILE
DANCE BABY!
Dieser Roboter hat eine bemerkenswerte
Karriere hinter sich: Keepon wurde vom
Japaner Hideki Kozima als Hilfsmittel
entwickelt, um die emotionale Entwick-
lung autistischer Kinder besser verste-
hen zu können. Der einfache Schaum-
stoffkörper mit eingebautem Mikrofon,
Kameras und Berührungssensoren ent-
hält mehrere Kreiselgelenke und reagiert
auf den Austausch mit Menschen. 2007
wurde die niedliche gelbe Kreatur
schlagartig einem breiteren Publikum
bekannt, nachdem Keepon zeigte, wie er
mit Musik umgeht. Ein Video, das den
Roboter beim Tanzen zeigte, verbreitete
sich flächenbrandartig im Internet. Mit
einem besseren Rhythmusgefühl als das
der meisten Menschen brachte es Kee-
pon auf Millionen von Klicks, gefolgt von
einer Flut von Kaufanfragen. Diese
mussten leider mit einer Preisauskunft
von 30.000 Dollar beantwortet werden.
Bis jetzt: Denn endlich ist der Preis dra-
stisch gefallen und der quietschgelbe
Fratz für erschwinglichere 45 Euro er-
hältlich. Mit einem Teil der Einnahmen
wird Keepons ursprüngliche Aufgabe un-
terstützt – Forschung auf dem Gebiet
der Autismustherapie.
Keepon was originally developed by
Hideki Kozima as a tool to help autistic
children. The cartoon-like face and body
hide motors, a microphone, cameras and
touch sensors that allow Keepon to
respond to people – or to music. When in
2007, a video of the cute yellow blob
dancing went viral, some fans wanted a
Keepon of their own. A fun high-street
version is now available for €45. A
portion of all proceeds will go to funding
Keepon’s original purpose: research into
autism therapy.
45 Euro, http://mykeepon.com
Passagiere in Deutschland können ab
sofort auf dem U-Bahnsteig ihren Droge-
riebedarf einkaufen. Die Warenregale
kleben einfach an der Wand. Auf Postern
sind die Produkte abgebildet, jeweils mit
einem QR-Code, den der Kunde mit sei-
nem Smartphone abliest. Das damit er-
worbene Produkt wird später nach Hause
geliefert. Die Drogeriekette Budnikowsky
hat die Plakat-Shops im Oktober auf elf
U-Bahnhöfen eröffnet, unter anderem in
Berlin, München, Frankfurt, Hannover
und Stuttgart. Das Unternehmen gab an,
die Idee beim Supermarktriesen Tesco
abgeguckt zu haben, dessen südkorea-
nischer Ableger Home Plus virtuelle Su-
permarktregale auf einem U-Bahnhof in
Seoul eingeführt hat.
Rail passengers across Germany
can now buy directly from platform
posters as they wait for their train. The
posters feature pictures of products
alongside QR codes; passengers simply
point their smartphone at them to make
a purchase which is then delivered to
their home. Drugstore chain
Budnikowsky has launched the poster
shops at 11 stations including Berlin,
Munich, Frankfurt, Hannover
and Stuttgart.
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