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Rumäniens Hauptstadt ist eine quirlige
Metropole, voller Widersprüche und Ge-
gensätze. Ebenso vielseitig ist auch die
Restaurantlandschaft. Man findet gute
italienische und japanische Restaurants,
doch besonders die rumänische Küche
zeichnet sich durch deftige Speisen aus.
Die Zutaten sind meist aus regionalem,
ökologischem Anbau.
Das rumänische Nationalessen
schlechthin sind Mici, verführerisch duf-
tende Hackfleischröllchen aus Schwein,
Lamm und Rind, fein gewürzt und immer
auf einem Holzkohlegrill zubereitet. Die
besten findet man im
LA COCOSA-
TUL
Strada Neagoe Voda 52 A,
+40 (0)21 2328796, www.restaurant-
lacocosatu.ro
. Ein Tipp für jeden, der
sich auf Holzbänken wohlfühlt und gut
auf Feng-Shui-Design verzichten kann.
Schicker und mitten in der Altstadt,
die verschont blieb, als der ehemalige
kommunistische Diktator Ceausescu
den Rest der Stadt abreissen und neu-
bauen ließ, findet man im
CARU’ CU
BERE
Strada Stavropoleos 5, +40
(0)21 3137560, www.carucubere.ro
ein bildhübsches Bierlokal, dass den
Charme des „Paris des Ostens“ bewahrt
hat und mit bemalten Decken, Säulen,
feinen Holzschnitzereien und stilvollem
Mobiliar aufwartet. Hier schmeckt ein
frisch gezapftes Bier zu einem Bukowi-
ner Schweinebraten mit Mamaliga, einer
Art Polenta, ebenso wie zu traditionellen
Krautröllchen, den Sarmale.
Legendär ist die Dame, die einst das
nun ebenso legendäre
LOCANTA
JARI STEA
Strada Georgescu 50-
52, +40 (0)21 3353338, www.jaristea.
ro
führte. Noch heute spricht man von
ihren Geschichten, die sie den Gästen
über Bukarest zu erzählen wusste, so
wie von ihrem Markenzeichen, immer
große Hüte zu tragen. Aristokratisch
ist der Empfang mit Antiquitäten und
glänzendem Silber, und ebenso exquisit
die rumänisch geprägte Küche. Spanfer-
kel ist eine Spezialität des Hauses. Am
Abend gibt es Live-Musik.
Es ist keine Kunst, in Bukarest stilvoll
zu übernachten. Besucher, die Wert auf
modernste Architektur und Design le-
gen, werden ebenso bedient, wie Gäste,
die 30er Jahre Hotels bevorzugen oder
Liebhaber historischer Bauten sind.
Seinen fünf Sternen gerecht wird das
erst 2004 erneuerte
HOWARD
JOHNSON GRAND PLAZA
Calea Dorobanţilor 5-7, +40 (0)21
2015000, www.hojoplaza.ro
nahe
des zentralen Römischen Platzes mit der
Skulptur der römischen Wölfin, Wahr-
zeichen vieler rumänischer Städte. Das
18 Etagen hohe Gebäude bietet einen
herrlichen Ausblick, und ist mit den
Möbeln der französischen Edelmarke
Ligne Roset ausgestattet. Die Innen-
einrichtung stammt vom deutschen
Leuchtendesigner Ingo Maurer und dem
französischen Designer Philippe Starck,
der bekannt ist für spektakuläre, mo-
derne Gestaltung. Die zwei Restaurants
des Hotels sind ebenfalls zu empfehlen.
Das Benihana serviert authentische
japanische Teppanyaki-Speisen und hat
eine Sushi-Bar. Das Avalon zeichnet sich
durch seine kreativen internationalen
Gerichte aus. Eine Besonderheit ist das
sonntägliche Asian-Fusion-Brunch,
Reservierung ratsam.
Essen
Übernachten
Der französische Diplomat Paul Morand
nannte das
CASA CAPŞA
Bule-
vardul Victoriei 36, +40 (0)21 3134038,
www.capsa.ro
„das Trommelfell
des Ohres, welches Bukarest ist“. In
seinem Kaffeehaus trafen sich einst alle
wichtigen Leute der Stadt. Heute ist das
historische Eckgebäude an der Hauptfla-
niermeile stilvoll renoviert und nicht nur
Hotelgäste treffen sich im Restaurant.
Wer es gern schick, aber auch familiär
mag, der wird sich im
BOUTIQUE
HOTEL REMBRANDT
Strada
Smârdan 11, +40(0)21 3139315, rem-
brandt.ro
wohlfühlen. Das liebevoll
eingerichtete Drei-Sterne-Haus wurde in
einem hübschen Gebäude von 1925 ein-
gerichtet und liegt mitten in der Altstadt.
Ein Schafzimmer im Hotel Rembrandt
mitten in der Altstadt
Stylish Hotel Rembrandt in the
centre of Bucharest’s Old Town
Die Tische im Locanta Jaristea sind mit
Antiquitäten und Silber gedeckt
Locanta Jaristea serves food
on antique silverware dishes
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