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N E W S
santen und Passagieren, all das gehört
zum Konzept. Wilhelm Schneck, Grün-
dungsmitglied von Lokstoff erinnert sich:
„Während einer Aufführung kamen die
Passagiere eines Flugs aus Indien am
Gate vorbei. In dem Moment Stand gera-
de ein Schauspieler nur in Unterhose da.
Das hat schon zu erstaunten Gesichtern
geführt.“
Aktuell hat sich Lokstoff für die große
Landesausstellung
Weltsichten
den anti-
ken Mythos des Prometheus vorgenom-
men. Sechs Regisseurinnen und Regis-
seure gehen in sechs Szenen an sechs
unterschiedlichen Orten der Ausstellung
der Frage nach, wie unsere Kultur über-
haupt entstanden ist.
Prometheus Reloa-
ded 6.0
ist bis 21. Dezember 2011 in der
Großen Landesausstellung
Weltsichten
im
Württembergischen Kunstverein am
Schlossplatz Stuttgart zu sehen.
What can theatre do if people don’t
go to the theatre? Simple – the theatre
goes to the people. Stuttgart’s Lokstoff!
theatre company has been bringing
exciting performances to the public since
2003. For the past eight years, the
company has staged plays in public
places in and around Stuttgart, with
venues ranging from buses, shops and
offices to the State Gallery and the main
station. The group made their big
breakthrough with Urs Widmer’s
Top
Dogs
, a performance which took place at
the Germanwings departure gate
(pictured) in Stuttgart airport. The show
was meant to incorporate the everyday
goings-on around the gate, and did so a
little too successfully, as founding
member Wilhelm Schneck recalls: “At
one point during the performance, some
passengers from a flight from India
walked past the gate, just as one actor
was stripped down to his underpants.
Some of them were pretty shocked.”
Lokstoff!’s latest show is a dramatisation
of the ancient Greek myth, Prometheus,
and explores the origins of our culture in
six scenes, set in six different locations.
Prometheus Reloaded 6.0
runs until 21
December as part of the Weltsichten
(World Views) exhibition in the
Kunstgebäude des Württemburgischen
Kunstvereins, on Stuttgart’s Schlossplatz.
Weitere Infos und Tickets auf
www.lokstoff.com
Was kann das Theater tun, wenn die Men-
schen nicht ins Theater gehen? Ganz ein-
fach: das Theater geht zu den Menschen.
Das Stuttgarter Theater Lokstoff setzt die-
se Idee schon seit 2002 konsequent um.
Mit spannenden Inszenierungen an außer-
gewöhnlichen Orten macht das Ensemble
Theater im öffentlichen Raum.
Mittlerweile hat Lokstoff zahlreiche
öffentliche Orte in Stuttgart erfolgreich
bespielt. Die Aufführungen sind fast im-
mer ausverkauft. Und das mit gutem
Grund: Neben Bussen und Bahnen, Ge-
schäften und Bürogebäuden dienten be-
reits spektakuläre Orte wie das Kunst-
museum Stut tgart oder der Haupt-
bahnhof als Spielorte.
Mit dem Stück
Top Dogs
von Urs Wid-
mer landete Lokstoff 2004 seinen ersten
großen Erfolg, der dem Theater sogar
den Innovationspreis der Region Stuttg-
art einbrachte. Der Clou: Die sieben
Schauspielerinnen und Schauspieler
führten das Stück am Germanwings-
Abfluggate auf. Das Zusammenwirken
mit dem normalen Betrieb, den Pas-
LOKSTOFF!
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